Leistungsberechnung

8 08 2011

Wie viel Saft braucht der Elektromotor denn nun, um mit dem Bulli fahren zu können?

Diese Frage hab ich mir gestellt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
110 km/h: ~ 25kW
90 km/h: ~ 15kW

Diese Leistungsangabe beruht auf der Annahme, dass die Geschwindigkeit lediglich gehalten werden muss. Um in akzeptabler Zeit auf diesen Wert zu beschleunigen ist eine deutlich höhere Leistung nötig, klar. Außerdem fährt der berechnete Bulli auf einer waagrechten Autobahn mit Teerdecke geradeaus.

Der Bulli wiegt jetzt ohne Antriebsstrang und Tank ca. 1t (zulässiges Gesamtgewicht: 2,8t). Es gibt jedoch noch einige Möglichkeiten der Gewichtsreduzierung (Sitze, Bodenplatte, Fenster und vieles mehr). Dafür muss wohl mal ein neuer Artikel herhalten… Ich habe für die Berechnung angenommen, dass der Bulli mit Elektro-Antriebsstrang (~400kg mit 20kWh Akku + 25kW Getriebemotor + Elektronik) und Zuladung 2t wiegt, was zugegeben, geraten ist.





Der Elektromotor v2.0

2 08 2011

Über einen Generator als Range-Extender habe ich in letzter Zeit nicht nachgedacht, da ich einen 5,5kW Hatz-PÖL-Diesel durch Zufall geschenkt bekommen habe.

Allerdings bereitet mir nach wie vor der Elektromotor Kopfschmerzen. Viele Hersteller, kein Verkauf. Alles was man bekommt sind windige DC-Motoren aus USA, aber nichts wirklich brauchbares…

Schön wäre auch, abgesehen von Brusa, ein Motor von GETRAG, aber auch da habe ich keine Ahnung, wie man da rankommt. Ich wünsche mir reichlich Kommentare mit Bezugsquellen aller möglichen Asynchronmotoren mit Getriebe und Differenzial B)

1eDT160 von GETRAG





adding life to this blog!

29 07 2011

So, jetzt hab ich aber schon lange nichts mehr hier geschrieben, das soll aber nicht heissen, dass es nicht voran geht!

In der Zwischenzeit hat sich so einiges getan: meine Tochter fährt Fahrad, ich habe eine Photovoltaikfirma gegründet, die Zebra-Batterie wird nicht mehr von MES-DEA, sondern von FIAMM produziert und Lithiumakkus sind quasi nicht mehr erhältlich (nur für Millionäre).

Mittlerweile sind Millionen von Elektro-Euros und Dollars in die Automobilindustrie gepumpt worden mit, jetzt übertreibe ich schamlos, beschaulichen Ergebnis. Mit wenigen Dollars erreichen Privat“investoren“ da schon wesentlich mehr:

Spass beiseite! 🙂 Gestern bin ich Dank des Autohaus im Friedrichshain wieder intensiver für das Thema Elektromobilität senibilisiert worden und ich will das Projekt wieder neu beleben! Mein T3 wartet nämlich noch immer auf einen neuen Antriebsstrang.





Drehzahlen der Asyncronmaschinen

24 09 2007

Ich habe mal ausgerechnet, wie schnell sich die Räder des Bullis bei Maximalgeschwindigkeit drehen. Man kommt lediglich auf knapp 1100U/min.

Diese Drehzahl würde hervorragend mit einem frequenzgesteuerten Asyncronmotor harmonieren. Der Hauptvorteil ist aber das sehr hohe Drehmoment aus dem Stillstand heraus. Eigentlich gibt es keine Nachteile… Deshalb noch ein paar Vorteile:

– sehr preisgünstig
– keine Schleifkontakte (Kohlen)
– sehr gut steuerbar über Wechselrichterfrequenz
– stark überlastbar (ca. 180%!)





Rückspeisung von Bremsenergie

12 08 2007

Ich habe so ein Bauchgefühl, das mir sagt, die Rückspeisung von Bremsenergie in Akkus lohnt sich nicht. Bevor ich dazu was konkretes sagen kann würde ich allerdings erst ein paar Informationen darüber einholen.

Bei dem einzigen mir bekannten und noch immer in Serie gebauten Landfahrzeug mit so einem Antriebskonzept, den putzigen kleinen Muldenkipper T282 B von Liebherr (Zuladung 364t; Leistung 2.720 kW), wird die Bremsenergie über Widerstände in Wärme gewandelt.

Kleines Rechenbeispiel für die Energieeffizienz des Muldenkippers:

Verbrauch: 174l Diesel pro Stunde
Leistung: 2.720 kW
Wenn man nun für eine effektive Leistung an den Rädern beim Bulli 20kW annimmt und diese im Verhältnis zu der Leistung des T282 setzt kommt man auf 1,29l Diesel pro Stunde, die der Bulli verbrauchen müsste, um die gleiche Effizienz zu haben.

Unmöglich diesen Wert zu erreichen! Der dreifache Verbrauch erscheint mir jedoch realistisch. Natürlich lohnt es sich bei dieser Effizienz nicht, die Energie zurückzuspeisen. Aber wie sieht das bei einem Bulli aus? Ich weiss es leider nicht:-(

Ausserdem stellt sich die Frage: wo bekommt man ein Dieselaggregat mit 20kW Dauerleistung her, das 3-4l pro Stunde verbraucht? Und am Besten noch klein und schallisoliert…

Soviel zu meiner Wunschliste;) Demnächst mehr!





Dieselelektrischer Antrieb

8 08 2007

Ein Freund von mir hat mich auf eine ziehmlich geniale Idee gebracht: den Dieselelektrischen Antrieb.

Es gibt wie immer Vorteile und Nachteile:

Nachteile:

– nicht für PKW zu kaufen
– fast so kompliziert wie einen Lupomotor einzubauen;)

Vorteil:

– geringeres Gewicht
– Generator wird bei optimalen Wirkungsgrad betrieben
– bei mobilen Generator: keine KFZ-Steuer

Ich denke, dass sich ein solches Projekt eher lohnt, da man sich auch noch die Steuer spart. Dürfte allerdings von der Zulassung her kompliziert werden, da man dem Gutachter beibringen muss, dass der Generator während der Fahrt nicht läuft und man den nur ausserhalb des Fahrzeugs verwendet. Ich dachte schon an einen Generator, z.B. einen Schweissgenerator für Baustellen, der fest auf einem Anhänger montiert ist.

Mal sehen, ob sich das Projekt in diese Richtung besser entwickelt.





Bullistammtisch gestern

8 06 2007

Alle Anwesenden haben mich für verrückt erklärt:( Einzig und alleine von Einem (Namen leider vergessen…) wurde ich für die geniale Idee, den modernsten verfügbarren Dieselmotor mit einem so alten Auto wie den T3 zu kombinieren gelobt. Für machbar hielt auch dieser Bullifahrer das Vorhaben nicht.

ALLERDINGS: Keiner, ich betone: KEINER! hatte ein sinnvolles Argument, weshalb das nicht funktionieren könnte:-P (Eine unerschöpfliche Geld- und Wissensquelle vorausgesetzt;-))

Auf jeden Fall habe ich es geschaft damit zu einem Hauptthema bei den berliner und brandenburger Bullifahrern zu werden:-)